Cortisonsalbe – ein Allzweckpräparat bei chronischen und akuten Erkrankungen mit Fluch und Segen

Cortisonsalbe – ein Allzweckpräparat bei chronischen und akuten Erkrankungen mit Fluch und Segen

Im Vergleich zu Cortison wird kein weiteres Medikament auf den ersten Blick bei so vielen verschiedenen Erkrankungen eingesetzt. Cortison wird von Ärzten beispielsweise bei multipler Sklerose, bei Darmerkrankungen, Asthma, Allergien, Hautkrankheiten oder auch bei Rheuma verordnet. Die Arzneiformen sind dabei genauso vielfältig, wie die einzelnen Anwendungsgebiete. Abhängig davon, wo ein Mittel wirken soll, kommen Nasen- und Lungensprays, Augentropfen, Salben, Zäpfchen, Spritzen oder Tabletten zum Einsatz. Cortison ist die Umgangssprache und es handelt sich dabei um eine Gruppe von entzündungshemmenden Arzneistoffen. Diese Arzneistoffe werden als Glucocorticoide bezeichnet. In den Immunzellen wird damit die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen unterdrückt. Dies ist der Grund, weshalb sie für chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Neurodermitis, Morbus Crohn, rheumatoider Arthritis und Asthma genutzt werden. Die überschießende Immunreaktion wird verhindert, weil die Glucocorticoide das Immunsystem schwächen. Ärzte nutzen dies bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen und Allergien. Bei Autoimmunkrankheiten richtet sich das überaktive Immunsystem gegen körpereigene Gewebe und Zellen und bei Allergien gegen Fremdstoffe wie Tierhaare und Blütenpollen.

Fluch und Segen

Im Jahr 1948 wurde das beinahe universell einsetzbare Allzweckpräparat zum ersten Mal an Patienten erprobt. Bereits damals war es möglich, dass Millionen Menschen mit chronischen Krankheiten mehr Lebensqualität erhielten. Insgesamt hat der Entzündungshemmer allerdings dennoch keinen guten Ruf. Wird vom Arzt ein Corticoid verordnet, dann erschrecken viele Menschen. Die Menschen stellen sich oftmals aufgedunsene Gesichter, Kugelbäuche, brüchige Knochen und dünne Haut vor. Diese Angst stammt noch aus der Zeit, wo die Mittel übertrieben und unkritisch genutzt wurden. Die Corticoide wurden damals nicht optimal angewandt und Patienten erhielten keine ausreichende Aufklärung. Die Nebenwirkungen können bei richtiger Anwendung gering gehalten oder sogar komplett vermieden werden. Triamcinolon, Prednisolon, Dexamethason oder Betamethason sind Glucocorticoide, die therapeutisch genutzt werden. Es handelt sich dabei um Abkömmlinge des Hormons Cortisol, welche chemisch verändert wurden. Das Hormon wird bei Stress vermehrt ausgeschüttet und es wird in der Nebennierenrinde gebildet. Das Stresshormon ermöglicht bei Gefahr blitzschnelle Reaktionen, nachdem Energiereserven mobilisiert werden. Cortisol greift zu diesem Zweck auf viele Stoffwechselprozesse ein. Der Abbau von Fett und Eiweiß wird verstärkt, der Blutzuckerspiegel wird erhöht, die Blutgerinnung wird beschleunigt und der Mineralstoff- und Wasserhaushalt wird beeinflusst. Abgesehen von den erwünschten Effekten haben auch synthetisch hergestellte Corticoide Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Bei längerer Einnahme können sie zu grauem und grünem Star, zu Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen, Osteoporose und Thrombosen sowie zu Bluthochdruck und Diabetes führen. In welchem Ausmaß und ob Nebenwirkungen auftreten, hängt von der Behandlungsdauer, der Dosierung und der Art der Anwendung ab. Werden Corticoide lokal eingesetzt, dann sind diese grundsätzlich besser verträglich. Sehr geeignet sind somit Lungenspray oder Salbe, denn die Nebenwirkungen bleiben somit auf einen Anwendungsort begrenzt. Es wird also immer versucht, dass die Corticoide an einem entzündeten Organ genutzt werden.

Die lokalen Nebenwirkungen von Salben und Sprays

Bei lokal wirksamen Corticoiden kann es zu unerwünschten Begleiterscheinungen kommen. Bei einem Asthmaspray beispielsweise können im Mund Pilzinfektionen begünstigt werden. Hierbei können sich auf der Mundschleimhaut Wirkstoffpartikel ablagern und das Immunsystem wird dort unterdrückt. Nutzen Patienten Sprays, dann sollte der Mund im Anschluss an die Inhalation mit Wasser ausgespült werden oder aber die Sprays werden vor Mahlzeiten genutzt. Bei Orthopäden werden Corticoide meist direkt in entzündete Schleimbeutel, Sehnen oder Gelenke gespritzt. In seltenen Fällen kann sich hierbei die Einstichstelle infizieren. Laut einer australischen Studie können die Spritzen bei einem Tennisarm mehr schaden, als sie nützen. Nebenwirkungen auf der Haut treten meist nur auf, wenn die Corticoide über einen längeren Zeitraum als drei Wochen regelmäßig aufgetragen werden. In der Haut wird die Kollagenbildung verringert und damit rötet sich die Haut und sie wird rissig und dünn. Sogar die Wundheilung kann dann beeinträchtigt sein. Die Haut sollte sich zwischendurch erholen können und damit wird bei corticoidhaltigen Präparaten empfohlen, dass diese pro Tag nur einmal aufgetragen werden und in Intervallen.

Was ist zu beachten, wenn Cortisonpräparate rezeptfrei gekauft werden?

In niedriger Dosierung sind Präparate mit dem Wirkstoff Hydrocortison rezeptfrei zu kaufen. Wer sich beispielsweise Salben online kaufen möchte, der kann diese für die kurzfristige Behandlung von allergischen Reaktionen, Entzündungen und leichteren Ekzemen nutzen. Die Sprays dürfen nicht bei offenen Hautstellen verwendet werden, doch sie wirken entzündungshemmend und kühlend bei Sonnenbrand. Auch wenn Corticoide rezeptfrei erhältlich sind, so dürfen diese nicht über einen längeren Zeitraum unkritisch angewandt werden. Bei einer kurzfristigen Anwendung ist zu beachten, dass auf den Wirkstoff allergische Reaktionen möglich sind. Auch auf die Salbengrundlage kann es allergische Reaktionen geben. Wer Salben online kaufen möchte, sollte diese nicht zu lange anwenden. Die Haut kann sonst schuppig, trocken und dünn werden. Zudem konnte auch die übermäßige Behaarung beobachtet werden. Wird ein Präparat rezeptfrei erworben, dann sollte dieses besser nicht länger als zwei Wochen genutzt werden. Die Präparate dürfen höchsten auf ein Zehntel von der Körperoberfläche aufgetragen werden und sie dürfen nicht bei verletzter haut oder Schleimhäuten genutzt werden. Wer die Präparate online kaufen möchte, der sollte beachten, dass bei Kindern unter sechs Jahren und in der Stillzeit und Schwangerschaft äußerste Vorsicht geboten ist. Ein Hautarzt sollte dann aufgesucht werden, wenn sich die Beschwerden nicht in einem Zeitraum von zwei Wochen bessern. Betroffene sollten auch dann ärztlichen Rat einholen, wenn sie einen Insektenstich mit starker Schwellung, großflächige Sonnenbrände oder Ekzeme sowie eine stark entzündete Haut haben. Mit dem Corticoid Beclometason gibt es Nasensprays rezeptfrei zu kaufen und sie eignen sich für die Kurzzeitbehandlung von Heuschnupfen. Zur Behandlung von akuten Beschwerden sind sie nicht geeignet, denn die entzündungshemmende Wirkung setzt erst nach einigen Tagen ein. Ein Nasenspray mit einem antiallergischen Wirkstoff kann zunächst genutzt werden, damit ein sofortiger Effekt erzielt wird. Zwar können die Beclometason-Sprays einige Wochen genutzt werden, doch nach Abklingen der Beschwerden sollten sie reduziert werden. Gelegentlich treten gereizte, trockene Rachen- und Nasenschleimhäute auf und auch Nasenbluten kann entstehen.

Wichtige Informationen zu der Cortisonsalbe

Zwar ist die Cortisonangst heute relativ weit verbreitet, doch in der Dermatologie gehören Kortikosteroide zu den wichtigsten Medikamenten. Gerade Hautrötungen und Juckreiz lassen sich damit sehr zuverlässig bekämpfen. Die Anwendung gilt zudem als sicher. Insgesamt ist dennoch wichtig, dass mit den Cortisonsalben nicht zu große Flächen behandelt werden und dass der Behandlungszeitraum nicht zu lang ist. Im Vergleich zu Cremes und Salben können die Nebenwirkungen der Tabletten noch stärker sein. Werden die Salben zu lange Zeit genutzt, dann kann die Haut verdünnt werden. Die Behandlung mit Cortison sollte immer auf die zu behandelnde Hautpartie und auf das Krankheitsbild abgestimmt sein und so kurz wie möglich dauern. Starke Präparate werden beispielsweise für dicke Fußsohlen genutzt, während schwache Präparate für die Genitalregion und für das Gesicht in Frage kommen. Gelangt Cortison in Tablettenform in den Körper, dann kann jedes Organ über die Blutbahn damit erreicht werden und die Wirkung wird entfaltet. Somit ist die Gefahr der Nebenwirkungen höher, als wenn Salben auf der Haut verteilt werden. Wer Cortisonsalben online kaufen möchte, der sollte wissen, dass diese sich nur in der Hautschicht einer betroffenen Stelle verteilen. Cortisonhaltige Tabletten werden in der Regel auch nur in schweren Fällen verschrieben. Wird eine Salbe rezeptfrei erworben, dann ist die Anwendung in vielen Fällen unbedenklich. Die Salbe eignet sich für Kontaktekzeme, Schuppenflechte und auch für Neurodermitis. Auch bei weiteren entzündlichen Prozessen wie allergischen Quaddeln, Sonnenbrand oder Insektenstichen ist eine Anwendung möglich. Eine Therapie mit Cortison ist sehr effektiv und bei einer richtigen Durchführung auch arm an Nebenwirkungen. Die Salben gelten immer dann als unbedenklich, wenn es sich um eine sachgerechte und kurzfristige Anwendung handelt. Die großflächige Anwendung sollte vermieden werden und die Salbe wird immer nur dünn aufgetragen. Die Anwendung im Bereich der Augen sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Der Augeninnendruck kann bei einer unbedachten Anwendung steigen und so sollte diese Stelle nicht eigenmächtig behandelt werden. Auch auf den Schleimhäuten werden die Salben nicht angewendet, denn diese sind besonders im Genital- und Mundbereich sehr dünn. Auch hier erfolgt eine Anwendung nur unter ärztlicher Aufsicht. Nachdem Nebenwirkungen von rezeptfreien Salben in der Regel erst nach zwei Wochen auftreten, sollten die Salben nicht länger als 2 Wochen am Stück genutzt werden.

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